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8 Wannen

Dr. Conrad Meyer-Ahrens (1813–1872) beschreibt das Bad Schauenburg so: «Die Anstalt besteht in einem einfachen Gebäude, das etwa 22 Gastzimmer mit ungefähr 50 Betten und 4 Badezimmern mit 8 Wannen und der nötigen Douchen-Einrichtung enthält. Sie ist zwar ländlich eingerichtet, dessen ungeachtet aber sehr beliebt und wird von den Baslern auch als Vergnügungsort stark besucht ... Man kann hier übrigens auch Soolbäder bekommen und auch Kuh- und Ziegenmilch trinken. Die Kurzeit dauert von Ende Mai bis September».

Staubfreie Luft

Im Hausprospekt aus dem Jahre 1917 steht geschrieben: «Mit seiner subalpinen nebelfreien Höhenlage, den prächtigen Anlagen und Waldungen in unmittelbarer Nähe, mit staubfreier, tonisierender Luft ist Schauenburg ein Soolbad mit einzigartigen Vorzügen. Diese einmalige Verbindung von Soolbad und Sommerfrische begründet die vorzüglichen Kurerfolge.»

Kirschensorte

Emil Flury

Um 1900 brachte Schauenburg-Besitzer Emil Flury von einer Reise ein Büschel Edelreis aus dem Libanon mit nach Hause. Es wurde auf die Äste eines jungen Wildlings gepfropft. Nach 3–4 Jahren erntete man das erste Muster. Die «Schauenburger» ist heute in der ganzen Schweiz die wichtigste spätreifende Tafelkirschensorte. Am stärksten verbreitet ist sie in den mittleren und späten Lagen im Kanton Baselland, im Schwarzbubenland, im Fricktal und im Laufental. In den etwas kühleren, späten Lagen dürfte diese Sorte ihre Idealbedingungen für die Fruchtqualität finden.

Tempel und Warnzeichen

In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts wurden unter der Schauenburger Fluh die Grundmauern eines römischen Tempels freigelegt. In früheren Jahrhunderten befand sich bei drohender Kriegsgefahr eine Wache auf der Fluh, die die Aufgabe hatte, die Bevölkerung mit einem «Lermenszeichen», einem brennenden Holzstoss, zu warnen. 

Banntag

Für die Liestaler ist das Bad Schauenburg eine wichtige kulinarische Etappe auf dem traditionsreichen jährlichen Bannumgang. Die Bürger der Stadt, bewaffnet mit alten Vorderladern, die breitkrempigen Hüte mit einem Fliederbusch geschmückt, die Spazierstöcke geschultert, gruppieren sich in vier Rotten, von denen jede ein Viertel des Gemeindebannes auf der Grenze abschreitet, geführt von einer Trommler- und Pfeifergruppe und dem Fähnrich mit der Rottenfahne. Dabei werden die Kenntnis des stadteigenen Territoriums und dessen Grenzen, die Liebe zur alten Residenzstadt und die fröhliche Geselligkeit ausgiebig gepflegt sowie mit knatternden Gewehrsalven der Winter vertrieben und der Frühling willkommen geheissen.

 

Quelle: Bad Schauenburg, 2002, Redaktion: Treumund E. Itin, gekürzte Fassung: Marc Schaffner

 

Ein Ritter...

... auf Madlen lag in steter Fehde mit dem Edlen von Schauenburg. Auf der Jagd erschlug der Herr von Madlen den Schauenburger und führte später die schöne Witwe als Gemahlin auf die Madlenburg. Nach dem Tode fand er keine Ruhe. Von Zeit zu Zeit ertönt sein Jagdhorn, man hört das Gebell seiner zwölf weissen Hunde. In wilder Jagd reitet er auf seinem Schimmel durch den Wald. Hört man den Madlenjäger, so bricht bald darauf ein Unwetter los, behaupten die alten Leute.

Quelle: Baselbieter Sagen, Paul Suter und Eduard Strübin

 

Hotel Restaurant Bad Schauenburg
Schauenburgerstrasse 76, CH-4410 Liestal, Fon +41 (0)61 906 27 27, Fax +41 (0)61 906 27 00
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